Das UNESCO-Welterbe Zollverein im Museumskoffer 2008

Von der Kohleförderung zur industriellen Kulturlandschaft, vom Arbeitgeber der Region zur "Kathedrale des Fortschritts", die UNESCO-Welterbestätte Zollverein in Essen ist ein Ort voller Spuren gelebter Leben und zahlreicher Generationen. Mit dem vom Bundesministerium für Forschung und Bildung 2007 preisgekrönten Projekt "Welterbestätten im Koffer" haben es sich Kunststudierende der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender zur Aufgabe gemacht, in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Zollverein die besondere Ästhetik und Faszination des UNESCO-Welterbes Zollverein in Museumskoffern einzufangen und zu vermitteln. Die entstandenen "Museen im Kleinen" enthalten eine Vielzahl selbst gestalteter und gesammelter Objekte und verfolgen unterschiedliche Fragestellungen und Sichtweisen zur Darstellung der Zeche. So finden sich in den Koffern beispielsweise Biografien zu Einwanderern, die in der Zeche gearbeitet haben, Anklänge an die Streikkultur der Arbeiter, Werkzeuge für die Arbeit unter Tage oder Fundstücke aus dem alltäglichen Leben in den Arbeitersiedlungen. Die Authentizität der im Koffer befindlichen Gegenstände und künstlerischen Objekte begeistern Jung und Alt und lassen Eintauchen in die vielschichtige Welt des Kohlebergbaus.